Was denken Filmschaffende weltweit über Künstliche Intelligenz? Das CreatiF Center der HFF München hat eine Antwort
Im März 2026 veröffentlichte die AI on Cinema Experts Group unter der Leitung von Prof. Slansky in zusammenarbeit im dem CreatiF Center der HFF München den Report „Disruptions Ahead? The Impact of AI on Cinema“ – das Ergebnis einer internationalen Befragung von 240 Filmschaffenden aus 37 Ländern. Professionals, Lehrende und Studierende gaben Auskunft: über ihre Erfahrungen mit KI-Tools, ihre Erwartungen an die Zukunft und ihre Wünsche an die Branche.
Das Ergebnis? Die Filmwelt steht vor einem Wendepunkt. Das Bewusstsein dafür ist längst da, aber was noch fehlt, ist die Kompetenz.
Kaum jemand fühlt sich wirklich vorbereitet
Der Durchschnittswert bei der Selbsteinschätzung zu bereits vorhandener KI-Erfahrung liegt branchenweit bei knapp über „keine Erfahrung“. Gleichzeitig sind sich fast alle einig: KI wird den professionellen Filmproduktionsprozess tiefgreifend verändern. Die Lücke zwischen Veränderungsdruck und eigenem Kompetenzstand ist enorm – und genau das ist der Hebel.
Deutschland: Neugierig, aber noch ungeübt
40 % der Befragten kommen aus Deutschland. Interessant: Deutsche Filmschaffende schätzen ihre KI-Erfahrung leicht unterdurchschnittlich ein, sind aber gleichzeitig deutlich motivierter, KI in Zukunft einzusetzen. Die Bereitschaft ist also da und es braucht jetzt vor allem die richtigen Lernräume.
Junge Medienschaffende brauchen mehr als Tools – sie brauchen Orientierung
Besonders aufschlussreich: Studierende stehen KI skeptischer gegenüber als Professionals und Lehrende. Ihre Bereitschaft, KI einzusetzen, liegt bei deutlich unter der der Professionals.
Das ist kein Alarmsignal, sondern ein klarer Auftrag: Die Ausbildung an Filmhochschulen muss KI aktiv mitdenken: nicht als Bedrohung oder mit blinder Begeisterung, sondern als Kompetenz, die man lernen kann. Das Stichwort heißt Tool Literacy: der souveräne, kritische und kreative Umgang mit KI-Tools, ohne die eigene künstlerische Stimme zu verlieren. Wer heute damit anfängt, ist morgen einen Schritt voraus.
Was gebraucht wird
Auf die Frage, welche Unterstützung am meisten helfen würde, antworten die Befragten eindeutig: Zugang zu KI-Software und -Tools, Trainings und Workshops und technischer Support. Praxis schlägt Theorie. Ausprobieren schlägt Abwarten.
Das CreatiF Center der HFF München entwickelt genau solche Formate – experimentierfreudig, praxisnah und an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Bildung.
Der gesamte Ergebnisbericht ist HIER einsehbar.

