Die Kooperation zwischen der Assistant Directors Union (ADU) und dem CreatiF Center der Hochschule für Fernsehen und Film München kündigt ihr nächstes Event an. Stefan Nickel (Assistant Directors Union) und Prof. Dr. Eva-Maria Schön (Hochschule Emden/Leer) werden unter dem Motto “Rekapitulieren, reflektieren, verbessern – von Projekt von zu Projekt lernen” wieder Praxis und Forschung miteinander verbinden. Dieses Mal geht es um konkrete Methoden und Beispiele dazu, wie diese angewendet werden. Das Event findet am 17. August um 18:00 Uhr online statt.
Es verdichtet sich der Eindruck, dass das Mantra „Sparen um jeden Preis“ in der Filmproduktion nicht unbedingt zu den kosteneffizientesten Entscheidungen führt. Stattdessen werden häufig auch sinnvolle und nachhaltige Maßnahmen eingespart, ebenso wie die personellen Kapazitäten, um langfristig tragfähige Strukturen aufzubauen.
Vor diesem Hintergrund möchten wir im zweiten Live-Online Event von Behind the Set anhand konkreter Beispiele aus der Praxis über individuelle Methoden sprechen, mit denen auch ohne viel zeitlichen Aufwand sinnvolle Verbesserungen herbeigeführt werden können. Stefan Nickel (Aisstant Directors Union) und Prof. Dr. Eva-Maria Schön (Hochschule Emden/Leer) werden gemeinsam zwei Reflektions- und Rekapitulationsmethoden aus dem Projektmanagement durcharbeiten und so eine Blaupause geben, die direkt in den Arbeitsalltag integriert werden kann.
„Behind the Set soll den nächsten Schritt gehen. Wir haben zuvor von einem Werkzeugkasten gesprochen – also einem Framework für Methoden. Wir möchten nun anfangen die ersten Werkzeuge in diesen Kasten zu legen. Wichtig ist uns dabei immer Nahe an der Realität zu sein. Wir möchten über die tatsächlichen Arbeitsbedingungen im Berufsalltag der Filmproduktion sprechen. Deswegen sind uns die Insights der Praktiker*innen so wichtig! Es freut uns deswegen sehr, dass wir so viel Zuspruch aus der Branche bekommen haben und damit auch schon Ideen für die nächsten Ausgaben von Behind the Set Events aufstellen konnten“ (Jonathan Partecke. Produktionsmanagement im CreatiF Center)
Das zweite Event am 17. August bietet einen Deep-Dive in Methoden zu Rekapitluation und Reflektion
Eine Fortsetzung des Formats wird am Montag, den 17. August 2026, um 18:00 Uhr online stattfinden. Um den Link zum Video-Call zu erhalten, meldet Euch hier an.
Wieder werden Prof. Dr. Eva-Maria Schön (Hochschule Emden/Leer) und Stefan Nickel (Assistant Directors Union e. V.) über Lösungsmöglichkeiten für die Pain Points der Filmschaffenden sprechen.
Stefan Nickel bringt erneut konkrete Situationen aus dem Produktionsalltag und seiner langjährigen Erfahrung bei verschiedenen deutschen Film- und Serienproduktionen mit. Prof. Dr. Eva-Maria Schön wird uns einen methodischen Kontext geben und beide werden gemeinsam ein konkretes Beispiel durcharbeiten:
Wie kann man seine eigenen Erfahrungen so reflektieren, dass sie sinnvoll in das nächste Projekt hinzugefügt werden können? Warum stellen solche Erfahrungswerte ein enormes Kapital dar?
Ihr werdet zwei konkrete Methoden mitnehmen, mit denen ihr eure Projekterfahrungen so festhalten und aufbereiten könnt, dass sie im nächsten Projekt direkt nutzbar werden.
Stefan Nickel (Erster Regieassistent/ 1st Assistant Director)
Geboren 1978 in Hamburg, seit vielen Jahren in Berlin zuhause. Studierter Theaterwissenschaftler und Historiker (FU Berlin) – doch der Film hat dem Theater schnell den Rang abgelaufen. Seit 2013 also in der Filmindustrie als Erster Regieassistent tätig. In diesem Metier fasziniert ihn ganz besonders die Organisation und das Projektmanagement, denn Regieassistenz beim Film ist seit Langem nicht mehr die künstlerische Unterstützung einer Regie, sondern eine herausfordernde Form der Simultanübersetzung künstlerischer Bedürfnisse in organisatorische Bausteine. Als Gründungsmitglied der Assistant Directors Union setzt er sich seit nunmehr 7 Jahren für die Anerkennung der Regieassistenz als Beruf und dadurch mehr Professionalisierung, bessere Aus- und Weiterbildungschancen sowie fairere Arbeitsbedingungen an deutschen Filmsets ein.

Prof. Dr. Eva-Maria Schön (Professorin für Wirtschaftsinformatik)
Prof. Dr. Eva-Maria Schön promovierte 2017 im Bereich Informatik an der Universität Sevilla (Spanien). Seit 2022 ist sie Professorin für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Emden/Leer. Wissenschaftlerin zu sein, bedeutet für sie, Agilität in der Arbeitswelt voranzutreiben. Ihre Forschungsinteressen umfassen Bereiche wie Agile Produktentwicklung, Künstliche Intelligenz und Requirements Engineering. Darüber hinaus verfügt sie über langjährige praktische Erfahrung in der Entwicklung digitaler Produkte und eine breite Erfahrung in der Schulung und Beratung verschiedener Unternehmen.

Erstes Event verpasst? Kein Problem!
Es ist kein Vorwissen notwendig, um teilzunehmen. Wer mag, Kann hier den Auftakt von Behind the Set als VOD sehen:
Über die Kooperation
Die Initiative Behind the Set ist ein gemeinsames Projekt der Assistant Directors Union (ADU) und des CreatiF Centers. Beide Partner bündeln ihre Netzwerke und Kompetenzen mit dem Ziel, Austausch, Weiterbildung und Zusammenarbeit innerhalb der Produktionsbranche zu schaffen.
Interessierte Vereine, Interessensrguppen oder Firmen können Teil der Kooperation oder Partner für einzelne Events oder Berichterstattungen werden. Bei Interesse bitte mit dem Team des CreatiF Centers Kontakt aufnehmen: ipm@hff-muc.de
Über die ADU
Die Assistant Directors Union (ADU) vertritt die beruflichen und wirtschaftlichen Interessen aller szenisch arbeitenden Assistant Directors, Regieassistent*innen und AD-Production Assistants in Deutschland.
Das zentrale Anliegen der ADU ist die Stärkung des Produktionsstandortes Deutschland durch die kontinuierliche und fachliche Fortbildung ihrer Mitglieder, um sie für den nationalen wie internationalen Markt wettbewerbsfähig zu machen. Dabei unterstützt sie auch aktiv die Verbreitung und dauerhafte Etablierung des internationalen Drehsystems in Deutschland.
Über das CreatiF Center
Das CreatiF Center der Hochschule für Fernsehen und Film München ist ein Innovationshub zur Entwicklung und Erforschung innovativer Technologien rund um die Filmproduktion. Dazu arbeitet das 13-köpfige Team eng mit Partner*innen aus Industrie und Wissenschaft zusammen. Neue Ideen brauchen neue Tools, um sich zu entfalten. Das CreatiF Center gibt Studierenden und Fachleuten die Werkzeuge, um die Zukunft der Film- und Medienwelt aktiv mitzugestalten. Wir machen Geschichten von morgen möglich. Die Finanzierung erfolgt durch das Förderprogramm „Innovative Hochschule“.

